TCW Clubmeisterschaften 2021

16 Clubmeister gekürt

Bei strahlendem Sonnenschein und bestem Tenniswetter fanden am vergangenen Wochenende unsere TCW Einzel-Clubmeisterschaften 2021 statt. 

Organisiert und durchgeführt wurden die Meisterschaften vom TCW-Trainerteam. Insgesamt 69 Teilnehmer und Teilnehmerinnen ermittelten in 16 Konkurrenzen die Clubmeister. 14 Spieler und Spielerinnen davon starteten in zwei Konkurrenzen.

Das hochspannende Finale der Herren A gewann der Topgesetzte Alexander Lauinger mit 7:6, 6:7, 10:7 gegen Nils Howorka. Bei den Herren 50 lieferten sich Carsten Knieriem und Thomas Ehmann ein dramatisches und packendes Duell um den Titel, das Carsten Knieriem am Ende knapp im Match-Tiebreak zu seinen Gunsten entschied. In der Konkurrenz Herren Breitensport musste ebenfalls der Match-Tiebreak die Entscheidung bringen. Matthias Koch behielt hier die Oberhand gegen Sixten Schockert. Bei den Herren 60 besiegt Toni Genter im Finale Joachim Grotz. Ingo Röthele sicherte sich den Titel bei den Herren 40 durch einen Erfolg über Oliver Heinsdorff.

Die Siegerehrung leitete unser Sportwart Peter Hagedorn. Für die Sieger und Platzierten gab es tolle Pokale und Sachpreise. Ein großer Dank geht an unser Trainerteam, an unsere Sponsoren und an alle Zuschauer für die tolle Unterstützung.

Waiblingen gewinnt Lokalderby gegen Winnenden 6:3

Regionalliga und Südwestliga

(alp) – Mit 6:3 hat der Tennis-Club Waiblingen das Lokalderby in der Südwestliga Frauen 30 gegen den TC Winnenden gewonnen und steht auf Platz zwei der Tabelle. Unglücklich gespielt hat Zorica Petrov gegen die Winnender Mannschaftsführerin Miriam Sommer, die vor allem von den vielen Fehlern von Petrov beim 6:3. 7:6 profitierte. Dafür ließen dann Nadine Stasa, Kristina Puck, Patricia Speidel und Susanne Brossmann nun rein gar nichts anbrennen und gewannen ihre Matches sehr deutlich. Nicole Schniepp fand nicht zu ihrem Spiel und Stephanie Wehnhardt gewann knapp 7:5, 6:4. Gänzlich ohne Chance war das erste Winnender Doppel, das von Petrov/Stasa die Höchststrafe kassierte. Knapper machte es dann Puck/Speidel beim 6:4, 4:6, 10:5 gegen Sommer/Aldinger. Das dritte Doppel ging dann an die Winnender Paarung Urban/Wehnhardt.

Petrov – Sommer 3:6, 6:7; Stasa – Binder 6:0, 6:3; Puck – Pertschi 6:2, 6:0; Speidel – Urban 6:0, 6:2; Brossmann – Aldinger 6:2, 6:1; Schniepp – Wehnhardt 5:7, 4:6; Petrov/Stasa – Binder/Pertschi 6:0, 6:0; Puck/Speidel – Sommer/Aldinger 6:4, 4:6, 10:5; Brossmann/Schniepp – Urban/Wenhardt 6:2, 0:6, 2:10

Die Waiblinger Frauen 40 gewannen ihr erstes Spiel in der Regionalliga knapp 5:4 beim TC Dietesheim. Gegen die Mannschaft aus Hessen gewann Petra Biber-Leßig das Spitzeneinzel in einer mäßigen Partie 6:2, 6:1. Spannend machte es Catherine Goetz nach dem 5:0 im zweiten Satz – den zog sie gerade noch mit 7:6 an Land. Doris Wallner hatte sich am ersten Spieltag wohl nur warm gespielt und überzeugte mit dem dritten Punkt im Einzel beim 6:4, 6:3 gegen Ulrike Beeck. Das TCW-Team pokerte in den Doppeln mit neuen Aufstellungen – und hatte nach den Siegen von Petra Biber-Leßig mit Catherine Goetz, die im entscheidenden Match-Tiebreak nach 7:9 noch 11:9 gewannen, und Yvonne Gutwein/Doris Wallner die entscheidenden Punkte beim 5:4 in der Tasche. Die Doppel begannen zeitgleich mit dem EM-Spiel Deutschland gegen Portugal – und da Dietesheim auf der Terrasse eine Großleinwand gleich neben den Plätzen aufgestellt hatten, waren die Spielerinnen wenigstens laufend über das aktuelle Ergebnis und die Tore informiert.

Röhmer – Biber-Leßig 2:6, 1:6; Chow – Gutwein 7:6, 6:1; Bäck – Goetz 6:2, 6:7, 5:10; Koch – Conrad 4:6, 6:3, 10:5; Beeck – Wallner 4:6, 3:6; Neumann – Ulmer 6:1, 6:0; Breitgraf/Neumann – Biber-Leßig/Goetz 3:6, 6:3, 9:11; Bäck/Koch – Gutwein/Wallner 3:6, 4:6; Chow/Beeck – Conrad/Ulmer 6:0, 6:0.

Starker Start der TCW-Frauen 30

Tennis-Regionalliga und Südwestliga

(alp) – Mit einem klaren 6:3 gegen den TC Graben-Neudorf starteten die Frauen 30 des Tennis-Clubs Waiblingen (TCW) in die Südwestliga. Trotz der Ausfälle von Maja Vuzem, die sich bei der Europameisterschaft in Umag eine schwere Bänderdehnung zugezogen hatte und von Christina Puck, die für die dpa vom Weissenhof-Turnier berichten musste, stand es bereits nach den Einzeln 5:1 für die Remstälerinnen. Vor allem Mannschaftsführerin Nadina Stasa zeigte nach überstandenem Bänderriss eine „bockstarke Leistung“ (TCW-Sportwart Peter Hagedorn). „Wenn ich eine Chance sehen, spiele ich durch, sonst gebe ich auf“, meinte sie vor dem Match gegen Carolin Wiedl. Nach dem verlorenen ersten Satz mit 4:6 glaubte Stasa noch an ihre Chance und zog mit einem klugen Spiel meist aus dem Stand und ihrer starken Vorhand beim anschließenden 6:2, 10:2 noch den Punkt an Land. Zorica Petrov, Patricia Speidel, Lea Aparius sowie Nicole Schniepp holten die restlichen Einzelpunkte. Das erste Doppel Petrov/Speidel gewann 6:0, 6:1, das dritte Doppel Aparius/Nicole Schniepp unterlag 4:6, 6:4, 10:6 gegen Tirolf/Kuhnt. Nächsten Sonntag kommt es auf der TCW-Anlage zum Lokalduell gegen Winnenden.

Zorica Petrov hatte noch die Telefonnummer von Barbora Krejcikova, die bei den French Open das Einzel und Doppel gewann, denn sie hatte zusammen mit Verena Schmid, Anja Demmler, Maxi Walther und Jelena Schäftlmeier 2012 und 2013 in der Regionalliga Frauen für den TCW gespielt. Die Mannschaft schickte denn auch Glückwünsche an die erfolgreiche Tschechin nach Paris.

Petrov – S. Wiedl 6:1, 6:1; Stasa – C. Wiedl 4:6, 6:2, 10:2; Speidel – Weick 6:0, 6:0; Apiarius – Tirolf 6:4, 6:1; Brossmann – Herrmann 1:6, 2:6; Schniepp – Kuhnt 4:6, 6:4, 10:6; Petrov/Speidel – S. Wiedl/Weick 6:0, 6:1; Stasa/Brossmann – C.Wiedl/Kuhnt TCW nicht angetreten, Apiarius/Schniepp – Tirolf/Herrmann 4:6, 2:6

In der Regionalliga Frauen 40 gab es für das TCW-Team gegen den Deutschen Meister von 2019 wie erwartet nichts zu erben. Das Team vom TC Doggenburg gewann alle Matches glatt in zwei Sätzen. Das soll nächsten Samstag in Dietesheim besser werden.

Biber-Leßig – Wurst 0:6, 2:6; Goetz – Dobusch 1:6, 1:6; Conrad – Wahl 2:6, 3:6; Wallner – Elsland 5:7, 2:6; Schäfer – Günther 2:6, 0:6; Uetz – Willer 0:6, 0:6; Biber-Leßig/Conrad – Dobusch/Willer 0:6, 2:6; Goetz/Schäfer – Wurst/Engel 0:6, 2:6, Wallner/Uetz – Elsland/Günther 2:6, 2:6

Clubmeister gesucht!

Unsere Einzel-Clubmeisterschaften finden in diesem Jahr vom 18. – 20. Juni statt. In 38 Konkurrenzen – vom Kleinfeld U7 bis zu den Herren 80 – können alle Jugendlichen, Aktive, Senioren und Breitensportler unseres Vereins ihr spielerisches Können unter Beweis stellen.

Die Wettbewerbe in den einzelnen Kategorien finden ab einer Teilnehmerzahl von drei Spielern statt, jeder Spieler kann an maximal zwei Konkurrenzen teilnehmen. Wir starten am Freitag ab 14:30 Uhr, am Samstag und Sonntag wird ab 08:30 Uhr gespielt.

Ausführliche Informationen zu unseren Einzel-Clubmeisterschaften, u.a. zu den Konkurrenzen, gibt es in der Ausschreibung.


Ihr wollt bei den TCW Einzel-Clubmeisterschaften mit dabei sein?

Dann meldet euch bitte bis Montag, 14. Juni 2021 bis 23:59 Uhr an und teilt uns mit, in welcher Kategorie ihr antreten wollt.

Wir freuen uns auf zahlreiche Anmeldungen und ein tolles Turnier!

Tennis-Regionalliga und Südwestliga

Start am Wochenende

(alp) – Der Württembergische Tennis-Bund (WTB) hat seinen ursprünglich geplanten Start am kommenden Wochenende um zwei Wochen nach hinten verschoben – immer mit Blick auf die fallenden Corona-Infektionszahlen. Schwerer ist es da schon mit den beiden höchsten Spielklassen der Tennisspieler ab 30 Jahren: Dort müssen die Regelungen aus verschiedenen Ländern beachtet werden, nämlich Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Hessen und dem Saarland. Überall scheinen die Werte gut – aber eben nicht in allen Ländern sehr gut. So entschied der Regionalliga-Ausschuss, dass die Matches der Regionalliga und Südwestliga planmäßig am kommenden Wochenende, 12./13 Juni beginnen sollen. Allerdings: Je nach Corona-Lage kann dieser erste Spieltag in Absprache der beiden Vereine nach hinten verschoben werden. Doch der Tennis-Club Waiblingen und der Tennisclub Winnenden wollen spielen.

In der Südwestliga Frauen 30 spielen beide Vereine: Waiblingen am Sonntag gegen den TC Graben-Neudorf, die Winnenderinnen müssen nach Oftersheim reisen. Miriam Sommer, Mannschaftsführerin in Winnenden, hat es abgeklärt: „Wir spielen.“ Allerdings aktuell noch ohne Matchpraxis in den Doppeln – die dürfen im Kreis noch nicht gespielt werden. Wenn alles gut läuft, tritt die Öffnungsstufe 2 am Mittwoch in Kraft – und dann dürfen wieder vier Spielerinnen auf den Platz, um für die sechs Einzel und drei Doppel gerüstet zu sein. Für Winnenden geht es nur darum, die Klasse zu halten – Waiblingen will wieder zurück in die höchste Klasse, die Regionalliga. Wie schwer das wird, ist nur schlecht abzuschätzen, da die Vereine nach der abgesagten Runde im Vorjahr und meist weniger Einnahmen nicht klar sagen, ob die Ausländerinnen auf den vorderen Positionen auch anreisen werden. Am zweiten Spieltag, 20. Juni, spielen dann die beiden Teams auf dem Oberen Rossberg gegeneinander.

Die Klasse halten gilt bei den Frauen 40 des TC Waiblingen in der höchsten deutschen Ebene Regionalliga. Und da steht der Mannschaft von Petra Biber-Leßig der härteste Brocken gleich bevor: Am Samstag kommt der Deutsche Meister von 2019 auf die Anlage am Alten Neustädter Weg: Der TC Doggenburg aus Stuttgart. Da gibt es wohl wenig zu erben – die Punkte sollen danach eingespielt werden.

Update: Corona-Maßnahmen des WTB im November 2020

Liebe TCW Mitglieder,

wie vielen von euch vermutlich bereits bekannt ist, wurde am 28.10.2020 ein umfassender Bund-Länder-Beschluss zur Bekämpfung der Corona-Pandemie gefasst. Mit Beschluss vom 01. November 2020 hat nun die Landesregierung ihre Rechtsverordnung über infektionsschützende Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus (Corona-Verordnung) geändert.

Unter folgendem Link findet ihr nun die aktuellen Corona-Informationen des WTB.

Aktuelle Situation beim TCW – Detlef Held und Patrik Istvan im Interview

Detlef Held und Patrik Istvan berichten uns aus ihrer Perspektive von der Situation beim TCW im Oktober 2020

Birgit: Hallo Detlef, hallo Patrik, herzlich Willkommen. Schön, dass ihr Zeit gefunden habt und wir uns ausführlich über den TC Waiblingen austauschen können.

Detlef + Patrik: Hallo Birgit. Vielen Dank für die Einladung.


Birgit: Wie geht es euch und euren Vorstandskollegen zurzeit? Gerade erst musste ja die Mitgliederversammlung erneut verschoben werden.

Detlef: Die vergangenen Monate und auch die aktuellen Entwicklungen stellen natürlich insgesamt eine schwierige Situation dar und uns alle vor große Herausforderungen. Das Thema „Corona“ ist leider ein fester Bestandteil unseres Alltags geworden. Die Rahmenbedingungen, Regeln und Verordnungen, egal ob im beruflichen oder privaten Bereich, verändern sich kontinuierlich und meistens sehr kurzfristig. Das macht eine längerfristige, verbindliche Planung kaum möglich. Auch im Hinblick auf die angesetzte Mitgliederversammlung waren wir vom Vorstand in enger Abstimmung mit dem Gesundheitsamt Rems-Murr. Von dort erhielten wir kurz vor dem geplanten Termin die dringende Empfehlung, die Mitgliederversammlung wegen der aktuellen Fallzahlenentwicklung nicht wie geplant durchzuführen. Nach interner Abstimmung im Vorstand haben wir uns dazu entschlossen, der Empfehlung zu folgen, nicht zuletzt aufgrund unserer Fürsorgepflicht allen Mitgliedern gegenüber und den nicht zu unterschätzenden Haftungsrisiken für den Verein und den Vorstand. Dennoch brauchen wir alle dringend wieder mehr Normalität in unserem Alltag. Die Zukunft wird aus Mut gemacht und nicht aus Angst.

Patrik: Ich kann das nur bestätigen. Es ist eine extreme Zeit, die wir so nie erwartet hätten, die schnelle Umstellungen und Anpassungen erfordert. Es gibt viele, verschiedene Einstellungen und Sichtweisen zum Thema „Corona“ und den diesbezüglich getroffenen Entscheidungen, auch im TCW. Wir im Vorstand, oder auch ich in meiner Funktion als Cheftrainer des TCW zusammen mit dem gesamten Trainerteam, machen tagtäglich diese Erfahrungen und versuchen, bestmöglich für alle zu agieren.


Birgit: Habt Ihr ein paar Beispiele für besondere Herausforderungen im TCW während der Corona-Zeit?

Detlef: Natürlich mussten wir die behördlichen Vorgaben und Verordnungen schnellst- und bestmöglich umsetzen, um den Mitgliedern wieder einen Spielbetrieb zu ermöglichen.
Dazu gehörten bspw. die Ausarbeitung und Umsetzung eines Hygienekonzepts und die Einführung verschiedener Kontrollsysteme. Wir haben daher auch für die Freiplätze das bereits für die Tennishalle bewährte Online-Buchungssystem eBuSy eingeführt und eine Zugangskontrolle per QR-Code für die Turniere und Veranstaltungen implementiert.

Patrik: Auch für das TCW Club Restaurant war es natürlich eine besondere Herausforderung. Meine Schwiegermutter Ingrid hat mit ihrem Team im Februar das Restaurant übernommen und dafür mit ihrem Mann Jozef, der seit 2020 unser Platzwart ist, ihre festen Jobs und ihre Heimat in der Slowakei aufgegeben. Kurz nach dem Start kam dann im März der Lockdown. Mit der Unterstützung durch alle Mitglieder bei der Nutzung des Liefer- und Abholservice konnten die finanziellen Verluste zum Glück etwas abgemildert werden. Von daher ein großes Dankeschön, auch im Namen von Ingrid, an alle Mitglieder. Das Restaurant ist, natürlich auch weiterhin auf die Unterstützung aller Mitglieder angewiesen.


Birgit: Wie du erwähnt hast, Detlef, war natürlich der gesamte Spielbetrieb dieses Jahr von den Einschränkungen betroffen. Wie lief es aus sportlicher Sicht im Jahr 2020 für den TCW?

Detlef: Aufgrund der getroffenen Maßnahmen konnten wir mit dem Spielbetrieb fast wie ursprünglich geplant in die Sommersaison 2020 starten. Natürlich mit diversen Einschränkungen. So war anfangs die Anzahl der Spielpartner und Trainingsteilnehmer begrenzt, die Umkleiden und Duschräume durften nicht geöffnet werden. Aber wir waren alle froh, dass wir überhaupt wieder spielen durften und konnten. Aufgrund der ganzen Einschränkungen und Vorgaben stellte sich natürlich auch die Frage, ob der TCW an der „Corona-Runde“ teilnehmen sollte, die der WTB ersatzweise nach der Absage der Sommer-Verbandsrunde ins Leben gerufen hat. Leider war die Kommunikation diesbezüglich seitens der Verbände alles andere als positiv. Nach reiflicher Überlegung und Abwägung der Risiken haben wir uns im Vorstand dazu entschlossen, an der Corona-Runde als TCW nicht teilzunehmen. Der Hauptgrund für die Absage war sicherlich die Haftungsthematik, die der WTB für die Durchführung der Corona-Runde vollumfänglich und explizit auf den Verein und die Vereinsorgane übertragen hat. Das gesamte Risiko war, nicht zuletzt auch aus gesundheitlicher Sicht, schlichtweg zu groß. Wir haben für diese Entscheidung auch nur vereinzelt negative Rückmeldungen erhalten. Der überwiegende Teil der Mitglieder hatte großes Verständnis dafür, dass der TCW ähnlich wie viele andere große Tennisvereine, mit Vorsicht agiert. Natürlich verstehen wir aber auch alle Mitglieder, die gerne gespielt hätten.


Birgit: Entgegen aller Erwartungen konnten im TCW in der Sommersaison 2020 Turniere stattfinden. Wie kam es dazu und wie waren die Resonanzen?

Detlef: Wir mussten uns natürlich laufend an den aktuellen Bestimmungen orientieren und konnten meist nur reagieren und nicht agieren. Dass wir bereits sehr früh ein gutes Hygienekonzept auf die Beine gestellt und die Zutrittskontrolle per QR-Code bei Veranstaltungen eingeführt haben, hat uns in die Lage versetzt, bei den schrittweisen Lockerungen wieder schnell und auch kurzfristiger agieren zu können.

Uns war schon recht früh klar, dass das internationale Jugendturnier im Juli dieses Jahr ziemlich sicher nicht stattfinden kann. Peter Hagedorn hat durch seine Erfahrung und seine guten Kontakte gleich die weitsichtige Entscheidung getroffen, die Verlegung des Turniers auf September zu beantragen. Das hat zum Glück geklappt und wir konnten die Tradition des Internationalen Jugendturniers beim TCW auch 2020 fortsetzen und das Turnier austragen. Es waren leider deutlich weniger Spieler zugelassen als sonst, aber die Resonanz, auch für die Organisation, war durchweg positiv.

Patrik: Positive Rückmeldungen hat der TCW auch für die Durchführung des Nationalen Jugendturniers im Juli, also zeitlich noch vor dem Internationalen Jugendturnier, erhalten. Das Turnier konnte mit 360 Teilnehmern stattfinden. Unter den Rahmenbedingungen eine besondere Herausforderung. Wichtig war die Durchführung nicht nur aus sportlicher Sicht, sondern auch finanziell für den Verein.

Detlef: Grundsätzlich sehe ich das auch so. Gelohnt hat es sich für den Verein jedoch nur deshalb, weil 10-15 ehrenamtliche Helfer an allen Turniertagen sich um die Planung, Organisation, Durchführung, und Marketingmaßnahmen der Turniere gekümmert haben. Danke nochmal an alle Beteiligten. Das beste Verhältnis aus Aufwand und Ertrag haben bei der Durchführung von solchen Turnieren nach wie vor der WTB und der DTB. Die ehrenamtlichen Mitglieder arbeiten, der Verein hat den Aufwand, und die Verbände halten dafür die Hand auf, wenn ich das mal so direkt formulieren darf. Es werden Umsätze auf dem Rücken der Vereine und des Ehrenamts generiert. Das sollte aus meiner Sicht dringend geändert werden. Ebenso die strengen Vorgaben und Reglementierungen wie bspw. die Ballmarke. Wird eine Ballmarke vom Verband vorgegeben, kostet die Balldose gleich 2 oder 2,5 mal so viel wie normal. Das finde ich nicht in Ordnung.


Birgit: Wie siehst Du das Thema „Ehrenamt“ im Verein denn grundsätzlich?

Detlef: Bevor ich mein Ehrenamt angetreten habe, bin ich von verschiedenen Personen darauf hingewiesen worden, dass das eine recht schwierige Aufgabe werden könnte. Heute weiß ich besser, was sie gemeint haben. Der TCW ist eine große Herausforderung. Der Aufwand, der im gesamten Vorstandsteam entstanden ist, war und ist nach wie vor immens. Wir konnten seit unserer Wahl vor drei Jahren so viele Projekte anschieben, abschließen und Neuerungen einführen. Dabei haben wir den Verein immer schrittweise besser gemacht. Auch unsere Trainer haben uns dabei tatkräftig unterstützt. Vielen Dank!

Persönlich finde ich es dann oft schade, dass es bei dem ganzen Engagement leider eine kleine Gruppe von Mitgliedern gibt, die schon grundsätzlich gegen alles ist, was der Vorstand und die Trainer anpacken. Aber: wir werden den TCW weiterhin Schritt für Schritt für die Zukunft gut und gesund aufstellen – versprochen!


Birgit: Was waren aus eurer Sicht die größten Aufwände? Welches waren die größten Projekte?

Patrik:Ein großer Punkt waren und sind sicherlich die vielen Reparaturmaßnahmen (bspw. Rohrbrüche), die wir immer wieder schnell reparieren mussten. Wie die meisten wissen, befindet sich unser Vereinsgelände auf einer früheren Mülldeponie. Über die Jahre hinweg entstehen an unterschiedlichsten Stellen Absenkungen, z.B. auch auf Platz 19 oder auf dem M-Platz, der sich verschiebt. Aufgrund der Absenkungen kommt es dann zu Rohrbrüchen. Oftmals bemerkt man diese nicht gleich, sondern erst, wenn an anderer Stelle der Wasserdruck absinkt. Einmal mussten wir über 80 m Rohre freilegen, um den Schaden zu beheben. Vielen Dank an unseren Nachbarn (Fa. Wiedmann), der uns immer tatkräftig und schnell zur Seite steht.
Ein anderes Beispiel ist das Dach, welches immer wieder undichte Stellen aufweist oder das Thema Heizung. Wenn in der Tennishalle stark geheizt wird, bleibt das Restaurant plötzlich kalt.

Detlef: Der Reparatur- und Instandhaltungsaufwand ist natürlich allein schon aufgrund der Größe unserer Anlage enorm. Da es zudem aus den letzten Jahrzehnten einen nicht unerheblichen Investitionsstau gibt, kamen wir in der Anfangszeit kaum hinterher. Es war quasi eine „Dauerbaustelle“, die koordiniert und organisiert werden musste. Für einen ehrenamtlichen Anlagenwart ist das auf Dauer nicht leistbar. Patrik hat sich zum Glück nicht nur um die Reparaturen gekümmert, sondern auch mit sehr viel Eigenleistung um die Renovierung der Umkleide- und Sanitärräume. Auch im Zuge des Pächterwechsels im Restaurant kamen einige Aufgaben auf ihn zu. Die Wohnung, die neben dem Restaurant ebenfalls mit vermietet wird, war in einem desolaten Zustand. Auch das sieht jetzt alles wieder gut aus. DANKE, lieber Patrik und deinem gesamten Team!

Auch wenn wir schon einiges erfolgreich abschließen konnten, gehen uns die Projekte in der Zukunft nicht aus.


Birgit: Welche Projekte sollen noch angegangen werden? Was steht alles an?

Detlef: Ein Fokus liegt sicherlich auf der Reduzierung der Energiekosten. Wir müssen uns um das Thema Heizung kümmern, ebenso um die Dämmung der Halle. Auch die Sanierung des Dachs steht auf unserer Agenda, am besten gleich in Verbindung mit einer Solaranlage. Hierzu gibt es schon Gespräche mit einem Betreiber. Für den Verein entstehen somit über die langfristige Vermietung der Dachfläche neue Einnahmequellen. Auch der Hallenboden wird mittelfristig sicher ein Thema werden. Es gibt kaum noch Material, um den aktuellen Boden auszubessern. Grundsätzlich kann der Verein Investitionen nicht länger vor sich herschieben. Diese müssen getätigt werden, um den TCW für die Zukunft gut aufzustellen.


Birgit: Das klingt nach einer ganzen Menge. Wie soll das alles finanziert werden?

Detlef: Bei meinem Amtsantritt vor drei Jahren hatten wir ca. EUR 170.000 Rücklagen auf dem Konto als Reserve. Das war nicht gerade viel für den damaligen Zustand und die Größe der Anlage. Trotz der ganzen o.g. Maßnahmen, Reparaturen und Instandhaltungen haben wir heute immer noch eine Reserve in Höhe von ca. EUR 100.000. Das ist nur einer großen Eigeninitiative und vielen Eigenleistungen zu verdanken, ebenso wie Spenden und den Sponsoren. Allen nochmal herzlichen Dank für die tolle Unterstützung. Die Aufwände wurden bisher jedoch von einer zahlenmäßig kleinen Gruppe geschultert. Für die Durchführung der anstehenden Projekte wird das jedoch sicherlich nicht ausreichen. Wir im Vorstand rechnen in den nächsten 5 Jahren mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von ca. EUR 400.000. Da das Sponsoring eigentlich für den sportlichen Bereich vorgesehen ist und diesem langfristig zur Verfügung stehen sollte, werden wir die kommenden Maßnahmen nur durch eine Beteiligung aller Mitglieder umsetzen können. Ob das dann tatsächlich so kommt oder nicht, müssen natürlich die TCW-Mitglieder entscheiden.

 
Birgit: Wird der TCW durch eine Beitragserhöhung nicht unattraktiver im Vergleich zu anderen Clubs?

Detlef: Nein, ganz und gar nicht. Im Vergleich zu den Tennisclubs in unserer direkten Umgebung konnten wir die Beiträge beim TCW lange Zeit stabil und verhältnismäßig niedrig halten. Wir dürfen nicht vergessen: Wir haben 18 Freiplätze und eine 3-Feld-Tennishalle. Es gibt genügend Beispiele in unserer Nähe mit ähnlichen Mitgliedsbeiträgen und einer wesentlich kleineren Anlage als der des TCW. Auch muss man an die Zusatzleistungen denken, die der Verein bisher übernommen hat. Egal ob Essen, Ballkosten, Zuschüsse, Trainings etc. Der TCW wird anfangen müssen, manche Leistungen an diejenigen zu berechnen, die diese auch in Anspruch nehmen.


Birgit: Nochmal zurück zur Tennishalle. Wie seht ihr die Auslastung und den finanziellen Return?

Patrik: Durch die Einführung des Online-Buchungssystems eBuSy hat sich das Controlling und die Auslastung verbessert. Die Buchungen und Abrechnungen sind deutlich vereinfacht. Man kann sich schneller und unkomplizierter einen Platz buchen als früher und diesen gleich bezahlen. Wie bereits erwähnt benötigt es jedoch einiger Investitionen, damit die Tennishalle auch weiterhin attraktiv bleibt und sich rechnet. Dazu zählen die Dachsanierung und Dämmung, der Teppichboden und die Heizung. Die Energiekosten müssen schrittweise reduziert werden, um die Preise halbwegs stabil halten zu können.

Detlef: Neben den Vorhaben, die die Tennishalle an sich betreffen, haben wir uns im Vorstand für die nächste Wintersaison 2020 / 2021 ein neues Ziel gesetzt. Die Vergabe der Hallenabonnements soll fairer gestaltet und für alle Mitglieder transparent werden. Freigegebene Abonnements werden an den Verein zurückgegeben und nicht mehr unter der Hand weitervermittelt. Viele Berufstätige oder neue Mitglieder haben dann auch die Möglichkeit, im Winter zu attraktiven Zeiten Tennis zu spielen. Das möchten wir unbedingt im neuen Jahr anpacken. Wir wollen daher das Konstrukt der „Dauervermietung“ neugestalten und allen die gleiche Chance geben.

Patrik: Das ist nicht nur für Berufstätige ein großes Thema, sondern auch für Schüler / -innen und auch die Trainer. Es wird immer schwieriger, allen Kindern bei den begrenzten Kapazitäten eine Spielmöglichkeit zu geben. Die Kinder haben öfters und länger Mittagsschule. Viele können erst ab 16.00 Uhr oder später. Wenn wir in diesen Zeiten keine oder zu wenig Kapazitäten anbieten können, sind wir auch für Neumitglieder und Kinder weniger interessant. Die Trainer müssen jetzt schon auf Samstage und Sonntage ausweichen. Die Schulen nehmen hier leider wenig Rücksicht auf uns Trainer und Vereine.


Birgit: Detlef, was wünschst du dir persönlich für deine Aufgabe beim TCW und besonders für den Verein?

Detlef: Zuerst möchte ich einmal betonen, dass wir im Verein und Vorstand eine tolle Gemeinschaft geworden sind. Die Arbeit mit meinen Vorstandskollegen und Jugendlichen macht mir sehr viel Spaß und ich denke, dass wir bisher sehr umsichtig und erfolgreich für den Verein gearbeitet haben. Von den Mitgliedern und anderen Vereinen haben wir so viele positive Rückmeldungen erhalten, das freut uns sehr und motiviert uns auch, den eingeschlagenen Weg des Fortschritts und der Sanierung weiterzugehen. Für die Zukunft wünsche ich mir einfach mehr Unterstützung jedes einzelnen.


Birgit: Noch eine Frage zum Schluss. Wird die Mitgliederversammlung nachgeholt? Wie geht es diesbezüglich weiter?

Detlef: Wir werden allen Mitgliedern die Berichte der einzelnen Ressorts in Kürze online zur Verfügung stellen. Für Beschlüsse werden wir das Umlaufverfahren anwenden. Das genaue Prozedere wird derzeit gerade geprüft. Die nächste Mitgliederversammlung wird dann vermutlich im April 2021 stattfinden. Wir hoffen, dass es die Corona-Verordnung dann wieder wie gewohnt zulässt.


Birgit: Vielen Dank für das Gespräch und weiterhin alles Gute.

Detlef + Patrik: Danke Birgit, dir auch alles Gute.

Ekaterina Prokopeva ist Baden-Württembergische Meisterin

(alp) – Erstmals wurden im Spätsommer statt an Pfingsten die Baden-Württembergischen Jugendmeisterschaften der Tennislandesverbände aus Baden und Württemberg in Pfullingen ausgetragen. Ekaterina Prokopeva vom Tennis-Club Waiblingen (TCW) holte überraschend den Titel in der Altersklasse U16. Auf dem Weg zur Meisterschaft musste Prokopeva immer über die volle Distanz gehen. In der ersten Runde gewann sie gegen Gina Betzner aus Villingen 4:6, 6:3, 6:3 dem sie anschließend gegen Leonie Schondelmaier aus Erdmannhausen ein 2:6, 6:2, 6:4 folgen ließ. Im Halbfinale gewann die Waiblingerin gegen die an eins gesetzte Marlene Förster aus Sindelfingen 4:6, 6:2, 6:4. Den Titel holte sich Ekaterina Prokopeva dann gegen die an zwei gesetzte Vianne Schwab aus Waldbronn beim 6:7, 6:4, 6:1. Nadia Nemeth, ebenfalls vom TCW, gewann die erste Runde gegen Emilia Namyslo aus Heidelberg 6:3, 6:2, unterlag dann aber der an zwei gesetzten Schwab 1:6, 0:6.

Ekaterina Prokopeva, die im Juli bereits beim TCW Akademie Junior National den Titel holte (siehe Foto), konnte bei den Baden-Württembergischen Meisterschaften vom 18.09. – 20.09.2020 in Pfullingen ebenfalls überzeugen und holte sich den Meistertitel.

Wir gratulieren herzlich zum Erfolg!

„Well run tournament“ – das war das TCW Akademie Junior International 2020

Tennis-Europe-Turnier U14 beim TC Waiblingen: Steiner und Berkieta setzen sich durch

Valentina Steiner vom TEC Waldau Stuttgart und der Pole Tomasz Berkieta sind die Sieger beim Tennis-Europe-Turnier U14 beim Tennis-Club Waiblingen (TCW). Für Steiner ist der Sieg in der Kategorie 2 der größte Erfolg in ihrer noch jungen Karriere.

Schon im Frühjahr hatte Valentina Steiner gute Ergebnisse gesammelt – sie gewann etwa das Turnier in Rotterdam im Einzel und Doppel ohne Satzverlust. In der Corona-Pause absolvierte die junge Frau ein dreitägiges Trainingslager in Kitzbühel mit ihrem Trainer Marcel Stiehl und traf dort auf Vermittlung von Waldau-Geschäftsführer Thomas Bürkle an ihrem Geburtstag auch den deutschen Davicsup-Spieler Philipp Kohlschreiber, der ihr einige Trainingstipps mit auf den Weg gab.

Und die setzte sie in Waiblingen beim TCW Akademie Junior International auch bestens um. Ohne Satzverlust spazierte die fitnessbegeisterte 14-Jährige ins Finale, gewann das Halbfinale gegen die Belgierin Indira Lepage glatt 6:3, 6:1. Im Endspiel wartete die Nummer zwei der Niederlande, Dilara Oker auf sie. Doch gegen die harten und platzierten Schläge von Steiner sah Oker kaum Land – 6:2, 6:2 für die Stuttgarterin.

Nicht ganz so einfach war der Weg des Polen Tomasz Berkieta, der nicht zuletzt im Halbfinale gegen den Frankfurter Sergej Topic über die volle Distanz gehen musste und 4:6, 6:2, 6:1 gewann. Nikolai Barsukov hatte in der Vorschlussrunde Max Stenzer (Gladbach) 6:3, 6:4 niedergehalten. Im Finale war Barsukov dann aber unter den Augen von Bundestrainer Peter Pfannkoch ohne Chance gegen den aufschlagstarken Polen, der glatt 6:3, 6:0 gewann.

Das Doppelfinale gewannen Vaida Matuseviciute / Anastasia Petterson (Schweden) gegen Addison Comiskey / Isabella Svahn (USW/Schweden) deutlich 6:1, 6:1. Die württembergische Paarung Aaron Funk / Matwej Popov (Renningen/Bietigheim) unterlag im Halbfinale Max Stenzer / Deren Yigin (Gladbach / Weissenhorn) 5:7, 3:6. Im Finale waren Stenzer / Yigin die Glücklicheren gegen Nikolai Barsukov / Sergej Toic (Machern/Frankfurt) und gewannen 6:4, 3:6, 10:8.

Bundestrainer Peter Pfannkoch legt mehr Wert auf Entwicklung als auf Ergebnisse

Gleich mit dem deutschen NK-1-Kader – deutscher Nachwuchskader der 15- bis 18-Jährigen – war der zuständige Bundestrainer Peter Pfannkoch mit fast allen 14 und noch einigen jüngeren Jugendlichen des NK-2-Kaders an die Rems gereist. Und war mit dem Abschneiden seiner Schützlinge sehr zufrieden: „Nikolai Barsukov erreichte das Finale und wir hatten noch zwei weitere Spieler im Halbfinale hier in Waiblingen. Auch die ein und zwei Jahre jüngeren Teilnehmer präsentierten sich vielversprechend. Das zeigt, dass wir in diesen Tagen international viel breiter aufgestellt sind.“ Möglich machen dies die verbesserten Zuschüsse vom Deutschen Olympischen Sportbund.

Konkret: Mehr Trainer können mehr Spieler betreuen. Pfannkoch: „Vor ein paar Jahren konnten wir uns seitens des Deutschen Tennis-Bund intensiv um maximal sechs bis zehn Spieler im Alter von 14 bis 18 Jahren im internationalen Vergleich kümmern, heute betreuen wir in der U14 alleine mehr als 20 Talente. Für den Jugendbereich haben wir heute zahlreiche neue Trainer – darunter den früheren Profi Philipp Petzschner, der seit einem Jahr für den DTB arbeitet. Und mit Thomas Högstedt zum Beispiel konnten wir einen ausländischen Spitzentrainer gewinnen, der international sehr anerkannt ist und mit mir seit diesem Jahr die U14 betreut.“

Heute kämen die Nachwuchsspieler schon bestens trainiert in diesen Kreis, so Pfannkoch weiter. „Die notwendigen Basics sind bereits gelegt, die Jungs können technisch schon fast alles“, weiß Pfannkoch aus seiner über 30-jährigen Erfahrung als Bundestrainer. Die Gründe dafür: Mit dem Play&Stay-Programm für die ganz Kleinen lerne der Tennisnachwuchs schon früh spielerisch Tennistechnik und Taktik, außerdem funktioniere die Abstimmung innerhalb der Strukturen auf Landes- und Bundesebene sehr gut. „Gemeinsam wollen wir das Spiel des Einzelnen entwickeln und nicht zu früh Ranglistenergebnisse in den Vordergrund stellen. Dafür geben wir den Talenten auch die entsprechende Zeit.“ Das TE-Turnier in Waiblingen war für den 58 Jahre alten Hünen Pfannkoch auch die perfekte Vorbereitung für die deutschen Meisterschaften in Ludwigshafen.

TCW-Turnierdirektor Peter Hagedorn hat während des Turniers auch mit DTB-Jugendwartin Eva-Maria Schneider telefoniert, die davon berichtete, dass aktuelle TE-Turniere in Osteuropa noch nicht einmal eine Qualifikation hatten und fast nur mit einheimischen Spielern besetzt waren. In Waiblingen waren Teilnehmer aus 31 Nationen am Start. Und Hagedorn rechnet auch damit, dass im kommenden Jahr das TE-Turnier auch wieder Ende Juli mit den Altersklassen U14 und U16 ausgetragen wird: „Dieses Jahr kommen wir mit Glück mit einem blauen Auge davon. Aber als ältestes TE-Turnier in Deutschland wollten wir es unbedingt austragen, weil wir uns auch der Tradition verpflichtet fühlen.“

Den Segen dazu bekam er von Supervisor Karoly Izmendy: „Well run tournament“, schrieb er in seinen Bericht. Höchstes Lob von offizieller Seite also.

Erfolgreiches Wochenende für den TC Waiblingen

TCW Akademie Junior International: Der Waiblinger Noah Held "stoppt" sich ins Hauptfeld

(alp) – Das Qualifikationsfinale des Tennis Europe Turniers der TCW Akademie Junior International war die große Show des kleinen Noah Held. Gegen den zwei Köpfe größeren Jannik Knödl vom TC Aalen gewann der Waiblinger Junior 6:1, 4:6, 10:6 und steht damit im 32er-Hauptfeld, das heute um 10 Uhr beim Tennis-Club Waiblingen beginnt.

Noah Held hatte seine gute Form schon in Runde eins gezeigt, als er Philipp Wottgen aus Altenfurt deutlich 6:3, 7:5 niederhielt. Dann ging es gegen den an vier gesetzten Jannik Knödl, der im ersten Durchgang kaum einen Fuß auf den Boden brachte. Held war der wesentlich aktivere Spieler gegen den Defensivspieler von der Ostalb und gewann deutlich 6:1. Das beeindruckte auch den deutschen Bundestrainer Peter Pfannkoch: „Noah spielt sehr  variabel und setzt clever seine Stopps ein.“

Den zweiten Durchgang beschrieb Noah Held dann so: „Im ersten Satz ist es unglaublich gut gelaufen. Im zweiten Satz habe ich dann etwas gezittert, war schnell 1:5 hinten und holte dann auf 4:5 auf, führte bei eigenem Aufschlag 30:0 und habe dann drei Doppelfehler produziert. Da habe ich einfach gezittert und dumm mein Spiel hergegeben.“ Im dritten Satz lief es dann alles wie gewohnt. Gefühlvolle Stopps, die Knödl zur Verzweiflung brachten, eine klasse Laufarbeit und ein sehr gutes Spielverständnis brachten mit dem 10:6 den ersehnten Platz im Hauptfeld. Und wer hatte die Idee mit den Stopps, selbst auf zweite Aufschläge? „Die spiele ich schon immer sehr gerne,“ grinste Noah.

Der Bruder des Unterlegenen, Patrik Knödl (Aalen), hatte in Runde eins den Waiblinger Julius Stickel 6:4, 6:4 aus dem Rennen geworfen.

Petra Biber-Lessig im Finale der Rothaus Open in Hinterzarten

(alp) – Petra Biber-Lessig schaffte es bei den 34. Rothaus Open in Hinterzarten ins Finale der Frauen 50 und unterlag dort der deutschen Nummer 13, Sylvia Langhorst (Maxdorf) 5:7, 2:6. Bei Dauerregen und 13 Grad hatte die Waiblingerin, Nummer 50 in Deutschland, kaum Chancen gegen Langhorst, doch wenigstens ihr Mann Steffen durfte sich über ein Fünf-Liter-Fass Bier der staatlichen Brauerei für den Partykeller freuen.

In Runde eins hatte Biber-Lessig deutlich 6:0, 6:3 gegen Katja Tielborger vom Rot-Weiß Stuttgart gewonnen, die als Nummer 35 in Deutschland an Position zwei gesetzt war. Da ihre Gegnerin im Halbfinale nicht angetreten war, kam Biber-Lessig dann kampflos ins Finale.

Zuvor hatte sich die Waiblinger Mannschaftsführerin der Frauen 40 bei den Sindelfinger Senior Open gut geschlagen. Nach dem Auftaktsieg gegen Deutschlands Nummer fünf, Karola Thum aus Garching, mit 2:6, 6:4, 11:9 ließ sie ein 6:1, 6:1 wiederum gegen Kartja Tielborger folgen. Im Halbfinale unterlag sie der früheren deutschen Spitzenspielerin Anke Wurst, früher Marchl, dann aber 1:6, 1:6. Hinterzarten und Sindelfingen waren Turniere der zweithöchsten Kategorie, nur die Deutschen Meisterschaften werden noch höher bewertet.